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Was ist eine Hybridheizung und welche Vorteile hat sie für Hauseigentümer?

Was ist eine Hybridheizung und welche Vorteile hat sie für Hauseigentümer?

Eine Hybridlösung kombiniert die Vorteile zweier Wärmeerzeuger in einem gesamtheitlichen Heizsystem. Wir klären auf, welchen Beitrag Hybridheizungen zur Energiestrategie 2050 leisten und für welche Hauseigentümer sie besonders geeignet sind.

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Die Vorschriften für den Ersatz alter Gas- und Ölheizsysteme werden immer strenger. Wer sich von seiner alten Heiztechnik nicht komplett trennen möchte oder eine reine Wärmepumpen-Lösung aufgrund der örtlichen Gegebenheiten nicht umsetzbar ist, ist mit einer sogenannten Hybridheizung bestens bedient! Bei dieser setzt man auf die Kombination zweier Wärmeerzeuger-Typen und profitiert so von den jeweiligen Vorteilen der Einzelkomponenten, die sich bei kluger Planung gegenseitig ergänzen. Das Endresultat: Eine gesetzeskonforme Heizungssanierung bei gleichzeitig reduziertem CO2-Ausstoss und geringeren Energiekosten.

Die Schweiz soll bis 2050 CO2-neutral werden

Spätestens im Jahr 2050 soll die Schweiz CO2-neutral sein. Das hat zur Folge, dass bereits heute Massnahmen getroffen werden müssen, damit dieses Ziel erreicht werden kann. Vielen Hauseigentümern ist dies jedoch ein Dorn im Auge, weil sie durch gesetzliche Vorgaben zu Änderungen und Investitionen am Haus angehalten werden.

Sinnfrei sind diese Beschlüsse jedoch nicht, denn: Rund ein Viertel der versursachten Treibhausgase in der Schweiz sind auf Privathaushalte und deren Heizungen und Warmwasserverbrauch zurückzuführen. Hybridlösungen machen daher durchaus Sinn, da sie eine gute Übergangslösung darstellen. Ist nämlich zu einem späteren Zeitpunkt eine Gebäudesanierung geplant, kann dann - je nach Dimensionierung der Heizanlage - komplett auf den Öl- oder Gaskessel verzichtet werden.

Wie funktioniert eine Hybridheizung?

Das Prinzip ist einfach, aber gleichzeitig auch überragend: Eine Hybridheizung ist ein Gesamtsystem, welches zwei verschiedene Wärmeerzeuger miteinander kombiniert. Am häufigsten wird dabei eine Gas- oder Ölheizung mit einer Wärmepumpe kombiniert: Der fossile Wärmeerzeuger produziert dabei die Wärme wie gewohnt durch die Verfeuerung von Öl oder Gas. Die ergänzende Wärmepumpe hingegen nutzt die Wärmeenergie aus der Umgebung (etwa Umgebungsluft oder Erdwärme) und heizt diese mit Hilfe eines Kompressors weiter auf. Der Clou einer Hybridheizung: Ihre Regelung wählt automatisch aus, welche der beiden Energiequellen genutzt werden soll. Primär wird dabei vorerst auf die erneuerbare Energiequelle gesetzt, während die fossilen Brennstoffe zur Unterstützung dienen, sollte die Wärmepumpe die benötigte Energie einmal nicht aufbringen können. Besonders praktisch bei einer Hybridheizung; Sollte ein Wärmeerzeuger aus bestimmten Gründen eine Störung aufweisen, übernimmt die zweite Komponente das Heizen – dieses System lässt Hauseigentümer nicht im Stich!

Eine Hybridheizung ist ein Gesamtsystem, welches zwei verschiedene Wärmeerzeuger miteinander kombiniert.

Bilder einer Hybridheizung in Davos

Was sind die Vorteile einer Hybridheizung?

Das Prinzip der hybriden Wärmerzeugung punktet in der Schweiz nicht nur bei Hauseigentümern, sondern wird auch von den Behörden forciert. In den Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich (MuKEn 2014) sind Hybridheizung bereits ein relevanter Bestandteil und werden als mögliche Lösung für Gebäude mit einem schlechteren Energieausweis als Klasse D oder bei Baujahr vor 1990 empfohlen. Fossile Heizsysteme wie Öl- oder Gasbrennwertkessel gelten als besonders zuverlässig und robust, sind aber aufgrund der sich ändernden Energiegesetze und Auflagen zu CO2-Emissionen nicht in jedem Fall die richtige Wärmeerzeugerlösung bei einer Sanierung. Bereits mit der minimal vorgeschriebenen Dimensionierung aus den MuKEn 2014 lassen sich die CO2-Emissionen mit einer Hybridheizanlage um mindestens 50% im Vergleich zu den Ausgangswerten reduzieren. Dies entspricht bereits heute den Klimazielen vom Jahr 2030!

Auch profitieren Hauseigentümer davon, dass eine Hybridheizung automatisch auf die zum jeweiligen Zeitpunkt sinnvollere Quelle setzt. So bezieht beispielsweise die Luft/Wasser-Wärmepumpe ihre Energie zur Wärmeerzeugung aus der Umgebungsluft. Diese ist zwar kostenfrei nutzbar, bringt aber auch Nachteile mit sich: Je grösser der Temperaturunterschied zwischen Umgebungsluft und gewünschter Vorlauftemperatur, desto mehr Strom muss die Wärmepumpe hinzuschalten. Damit die nächste Stromrechnung keine böse Überraschung wird, setzt das Hybridsystem in solchen Fällen auf die fossilen Brennstoffe und schont somit ein weiteres Mal die Brieftasche.

Ist eine Hybridheizung teuer?

Hauseigentümern, welche bisher ausschliesslich auf fossile Heizsysteme gesetzt haben, ergeben sich mit Hybridheizungen ganz neue Optionen bei der Sanierung der bestehenden Heizung. Schliesslich ist es dank Hybridansatz möglich, die bestehende Infrastruktur des Öl- oder Gaskessels grösstenteils ohne grössere Anpassungsarbeiten wiederzuverwenden. Aufgrund dessen ist eine Hybridheizung preislich in etwa zwischen 1:1 Ersatz des bisherigen Öl- oder Gaskessels und einer reinen Wärmepumpenlösung einzuordnen.

Preislich ist eine Hybridheizung zwischen 1:1 Ersatz der bisherigen Öl-/Gasheizung und einer reinen Wärmepumpenlösung einzuordnen.

Timeout für die nächsten 25 Jahre

Wer sich gezielt für eine Hybridheizung zur Erfüllung der Vorschriften rund um MuKEn 2014 entscheidet, muss seitens des Gesetzgebers mindestens 25 Prozent der Wärmeleistung aus erneuerbarer Energie gewinnen. Dies wird von den Hoval Fachpartnern bereits bei der Planung berücksichtigt, sodass Hauseigentümer von einer gesetzeskonformen Hybridlösung profitieren. So muss man sich für die nächsten 25 Jahre keine Sorgen zu neuen Vorschriften machen und hat genügend Zeit, den vollständigen Umstieg zu erneuerbaren Energien vorzubereiten. Hybridheizungen bilden somit einen wichtigen Bestandteil für die Zukunft und bieten sich als smarte und kostengünstige Übergangslösung für den Weg zur CO2-neutralen Schweiz an.

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