Sauberes Heizverhalten im Klimawandel

Sauberes Heizverhalten im Klimawandel

Der Klimawandel ist Realität und spürbar. Milde Winter und wenig Schnee sind eindeutige Indikatoren dafür, bescheren uns aber auch mehr Sonnenstunden, die wir für uns nutzen können.

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Viele fragen sich, wie sie zum Klimaschutz beitragen können. Zum Beispiel durch unser Heizverhalten, weg von fossilen Brennstoffen, hin zu alternativen Heizsystemen. Die Gratis-Energie aus der Sonne ist ein gewaltiges Energie-Kraftwerk. Diese unerschöpfliche, nachhaltige und CO₂-freie Energiequelle wird, in Form von thermischen Sonnenkollektoren, bereits seit vielen Jahren in der Heiztechnik eingesetzt. Wieso Sie die saubere, kostenlose und energieeffiziente Energiequelle Sonne nutzen sollten, erfahren Sie hier.

Die Kraft der Sonne einfangen

Die Sonneneinstrahlung in Mitteleuropa liegt im Schnitt bei rund 1100 kWh pro Quadratmeter – genug um einen wirtschaftlichen Betrieb einer Solaranlage zu gewährleisten. Die Sonnenenergie-Industrie ist mittlerweile ein Netto-Energie-Erzeuger. Das heisst, dass mehr Solarenergie erzeugt wird als für die Produktion der Anlagen benötigt wird. Wissenschaftler kommen zu dem Schluss, dass im Jahr 2020 rund zehn Prozent der Energie auf der Erde von Sonnenenergie-Anlagen erzeugt werden wird.

Ausserdem sind die Preise zur Anschaffung einer Solaranlage in den letzten Jahren um bis zu 15 % gesunken und die öffentliche Hand bietet Förderungen für solche Investitionen an. Ein weiterer Punkt, der für die Solarenergie spricht, ist die Versorgungssicherheit, die man dadurch erreicht. Das macht es für Besitzer von Einfamilienhäusern attraktiv, die eigenen Energiekosten zu senken und gleichzeitig zum Klimaschutz beizutragen. 

Sonnentage sind Gratis-Energietage

Die Nutzungsmöglichkeiten der Sonnenenergie schwanken über das Jahr und sind von den Sonnenstunden abhängig. In den Monaten Mai bis September ist die sonnenintensivste Zeit. In diesen Monaten ist der Energiegewinn so hoch, dass der Warmwasserbedarf meist zu 100 % mit sauberer Solarenergie abgedeckt werden kann. Über das Jahr gesehen, deckt ein Solarsystem 70 % - 80 % des Warmwasserbedarfs eines Einfamilienhauses ab. Doch die Sonne lässt sich neben der Warmwasseraufbereitung gut für die Heizungsunterstützung einsetzen. Diese doppelte Nutzung der Sonnenenergie verbessert die Umweltbilanz des Gebäudes deutlich, denn je nach Dämmung des Gebäudes lassen sich bis zu 40 % solarer Energie zusätzlich für die Heizung nutzen und dementsprechend Energiekosten sparen.

Die Sonne heizt uns sauber ein

In den letzten beiden Heizperioden, 2014 und 2015, wurden deutlich mehr Sonnenstunden gemessen, als in den Vergleichsjahren zuvor. Dies macht die Sonne als Energielieferant auch während der Heizsaison, von Oktober bis April zu einer attraktiven Angelegenheit. Die letzten beiden Winter haben uns um rund 23 % mehr Sonnenstunden beschert, als der Winter davor.

Monatliche Sonnenscheindauer in Stunden in der Heizperiode Oktober bis April. (Datenquelle Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik am Standort Wels)

Dieser Klimatrend wird sich wohl weiter fortsetzen und schafft ideale Bedingungen für die Anschaffung von Sonnenkollektoren für ihr Eigenheim.

Sonnenenergie, aber wie?

Ein durchschnittliches Einfamilienhaus kann ab einer Kollektorfläche von 15 m² die Heizung mit kostenloser Sonnenergie unterstützen. Den maximalen Wirkungsgrad holt man dabei in Kombination mit einer Niedertemperaturheizung aus dem Solarsystem heraus. Ideal ist die Kombination mit einer Wärmepumpe mit Fussboden- oder Wandheizung. Aber auch im Zusammenspiel mit anderen Heizsystemen wie Biomasse, Öl- oder Gaskessel lässt sich ein guter Solarertrag erzielen. Um ein Solarsystem zur Heizungsunterstützung einzusetzen, sollte man darauf achten, dass Sonnenkollektoren eine Neigung von 45° oder sogar mehr haben, um das Solarsystem effizient nutzen zu können. Eine intelligente Heizungsregelung ist wichtig, damit die Steuerung von Heizung und Solaranlage optimal funktioniert. Das Regelungssystem steuert wann die Solaranlage arbeitet und wie der Heizkessel zuarbeiten muss. So „weiss“ der Heizkessel oder die Wärmepumpe jederzeit, wie viel Energie das Solarsystem zur Wärmeerzeugung beitragen kann.

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