Was muss eine moderne Heizungsregelung können?

Was muss eine moderne Heizungsregelung können?

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Wie uns die Heizungsregelung das Leben einfacher macht?

Wenn wir heute in die Ferien fahren oder einen Ausflug planen, informieren wir uns, wie das Wetter in den kommenden Tagen sein wird. Danach entscheiden wir, ob wir die Badehose oder doch die Gummistiefel einpacken. In den meisten Fällen können wir uns auf solche Prognosen verlassen und bereits im Voraus planen. Für uns ist dies schon eine Gewohnheit und mit den heutigen Wetterdaten, Wettermodellen und den genauen Berechnungen sind sehr detaillierte Prognosen mit einer hohen Genauigkeit möglich.

Warum also nicht diese Daten auch für die Regelung der Heizung heranziehen? Das Stichwort hierzu lautet prädiktiv, also vorausschauend. Entsprechend intelligente Heizungsregler können solche Daten heute schon über das Internet beziehen und so sowohl einen Komfortgewinn erreichen als auch die Heizkosten reduzieren.

Maximale Energieeffizienz dank modernster Technik

In der Übergangszeit ist es in den Nachtstunden oft bereits recht frisch und die witterungsgeführte Regelung würde im Normalfall starten und die Fussbodenheizung temperieren. Bei heutigen Dämmstandards kühlen sich Gebäude aber nur sehr langsam beziehungsweise träge ab. Wenn nun die Heizung anspringt und das Gebäude temperiert, wird ein solcher Heizeffekt also erst mit einiger Verspätung eintreten. Genau diesen Effekt greift die prädiktive Regelung auf.

Sinkt die Temperatur in der Nacht unter die Heizgrenztemperatur ab, die vorhergesagte Temperatur für den folgenden Tag ist aber wieder angenehm warm, springt die Heizung erst gar nicht an und die solaren Gewinne über Fensterflächen, während des Tages decken den nötigen Heizbedarf der über Nacht angefallen ist. Dadurch kann sowohl ein unnötiges Starten des Wärmeerzeugers, als auch ein Überhitzen des Raumes während des Tages verhindert werden.

Genau umgekehrt funktioniert es, wenn die Temperatur tagsüber zwar hoch genug ist, später, in der Nacht aber soweit abfällt, dass die Energie im Gebäude nicht ausreicht um ein angenehmes Wohnklima zu erreichen. Sinkt die Temperatur in der Nacht also zu weit ab, schaltet die Heizung bereits frühzeitig ein und temperiert den Fussboden, bevor überhaupt ein Heizbedarf vorhanden ist. Durch die Trägheit des Systems setzt der gewünschte Heizeffekt dann später, genau dann wenn Heizbedarf besteht, ein. Eine besonders gute Funktion bei solchen vorausschauenden Systemen kann bei trägen Heizsystemen wie beispielsweise Fussbodenheizungen beobachtet werden.

Zauberwort prädiktiv

Bei Systemen mit Solaranlagen sind derartige prädiktive Regelungen auch bereits in Verwendung. Gerade bei Warmwasserbereitung ist eine vorausschauende Regelung von Vorteil. Steht der Warmwasserspeicher kurz vor einer Nachladung, startet im Normalfall die Heizung. Erkennt das System, dass in Kürze mit solaren Erträgen zu rechnen ist, wird diese Anforderung der Warmwasserladung unterdrückt. Somit kann die kostenlose Solarenergie optimal genutzt werden.

Das richtige Gesamtsystem wählen

Soll eine derartige prädiktive Regelung umgesetzt werden, ist ein besonderes Augenmerk auf die gelieferten Wetterdaten zu legen. Hier bestehen zum Teil erhebliche Unterschiede bei der Genauigkeit der erhältlichen Daten. Gerade im alpinen Raum können Ungenauigkeiten bereits einen erheblichen Unterschied ausmachen. Je genauer die Wetterdaten, desto sauberer die prädiktive Regelung. Denn bei vorhergesagtem Sonnenschein und tatsächlich bedecktem Himmel wird die Solaranlage nicht den gewünschten beziehungsweise vorhergesagten Ertrag liefern können.

Sonneneinstrahlung kann gerade bei grossen Objekten wie Bürobauten einen erheblichen Energieeintrag über Fensterflächen bedeuten. Auch hier kann ein vorausschauendes Handeln der Heizung oder Kühlung eine Lösung zur Komfortsteigerung liefen. Ist mit erheblichen Solareinträgen zu rechnen, kann ein Überheizen bei zu erwartenden Solargewinnen im Winter verhindert werden. Bei Kühlbedarf im Sommer kann bei vorausgesagtem Solarertrag über die Fensterflächen ein Überhitzen des Raumes durch vorgelagertes Kühlen vermieden werden und das Raumklima so auf einem komfortablen Niveau gehalten werden.

Heizsysteme, die das Wetter von morgen kennen.