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Wieso man einen Elektroboiler ersetzen sollte

Wieso man einen Elektroboiler ersetzen sollte

Reine Elektroboiler sind in den meisten Kantonen (bald) nicht mehr zulässig. So oder so lohnt sich für Hausbesitzer ein frühzeitiger Ersatz. Wir erläutern warum!

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Schweizer Haushalte achten auf einen reduzierten Strom- und Energieverbrauch. Dazu gehört das ausschalten von nicht benötigtem Licht, ausstecken von grossen Elektrogeräten und das bewusste Benutzen von intelligenten Heizsystemen. Was die meisten aber erst Ende Jahr auf der Stromrechnung sehen: Einer der grössten Verbraucher sitzt versteckt im Keller. Dabei ist nicht etwa die Rede von einer Wärmepumpe — Elektroboiler gehören zu den grössten Stromfressern in unseren Haushalten. Es lohnt sich also das Problem an den Hörnern zu packen, die jährliche Stromrechnung zu senken und langfristig Geld und Sorgen zu sparen! 

Bereits heute dürfen Elektroboiler vielerorts nicht mehr neu installiert werden. Oft ist sogar innerhalb einer Frist der Ersatz vorgeschrieben. So sehen es die Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich (MuKEn 2014) vor. Ausnahmen soll es nur noch bei dezentralen Boilern geben. Oder mit entsprechenden Ergänzungen.

Wie funktioniert ein Elektroboiler?

Zunächst gibt es bei den Wassererwärmer eine vielfältige Auswahl. Diese einzelnen Boiler unterscheiden sich aber insofern nur dadurch, ob sie am Heizkreislauf angeschlossen sind oder selbstständig Wasser aufbereiten und woher sie ihre Energie für die Aufbereitung nehmen. 

Der Elektroboiler ist wie eingangs beschrieben nicht die effizienteste Art, Wasser für Ihre warme Morgendusche bereitzustellen. Denn diese veraltete Boiler-Art ist nicht in der Lage das aufbereitete Warmwasser im Boiler zu speichern, sondern ist konstant damit beschäftigt, die eingestellte Temperatur zu halten. Mit dieser Methode wird es Ihnen spätestens bei der Stromabrechnung kalt den Rücken herunterlaufen.

Wie funktioniert ein Wärmepumpen-Boiler?

Wärmepumpen-Boiler hingegen sind der richtige Ansatz um gleichzeitig Stromkosten zu sparen und unsere Umwelt positiv zu nutzen. Bei dieser Methode der Warmwasseraufbereitung ist eine kleine Wärmepumpe im Boiler eingebaut, welche nur für diesen Zweck genutzt wird. Dieser Boiler bezieht einen Grossteil der benötigten Wärmeenergie aus der Umgebung und nutzt einen kleinen restlichen Anteil aus dem Stromnetz, um den Kreislauf anzutreiben. Wie auch der Elektroboiler ist diese Art von Warmwasseraufbereitung nicht am Heizkreislauf angeschlossen. Das ermöglicht, dass auch an warmen Sommertagen die Heizung ausgeschaltet bleiben kann und der Boiler selbstständig Wasser aufheizt. 

Beim Boiler, welcher am Heizungskreislauf angeschlossen ist, redet man von einem einfachen Prinzip. Die Wärme, welche die Heizung produziert, wird durch eine Leitung in den Boiler geleitet, womit das Brauchwasser auf Temperatur gebracht werden kann. Bei dieser Art von Aufbereitung profitiert man von tiefen Anschaffungskosten. Man muss jedoch zugleich auch beachten, dass die Bilanz der Warmwasseraufbereitung von der Effizienz der Heizung abhängt. Je sauberer und effizienter ihre Heizung wärme produziert, umso umweltschonender und günstiger ist der Betrieb des Boilers.

Ergänzung durch Solarthermie, Heizungsanschluss, Wärmepumpenboiler

Eine dieser Ergänzungen kann eine Solarthermie-Anlage sein. Diese muss jedoch den vorgeschriebenen Mindestanteil von oftmals 50 Prozent an erneuerbarer Energie erfüllen. Da bei dieser Lösung vor allem im Winter mit Strom nachgeheizt werden muss, bietet sich ausserdem der zusätzliche Anschluss an das Heizsystem an. Je nach Kanton ist das sogar Bedingung. Teilweise reicht es bereits, wenn der Wassererwärmer ohne Solarthermie an das Heizsystem angeschlossen wird, sofern dieses mit erneuerbarer Energie läuft. Dann kann ausserhalb der Heizperiode weiterhin rein elektrisch gearbeitet werden.

Oder man setzt auf einen Wärmepumpenboiler: Ein 1-zu-1-Ersatz, der vielerorts ebenfalls ohne Heizungsanschluss möglich ist. Hier wird zum Aufwärmen des Brauchwassers die Umgebungsluft genutzt. Dabei stammt ein kleiner Anteil der Energie aus dem Stromnetz, was wesentlich effizienter ist als ein reiner Elektroboiler. Daher gibt es in vielen Kantonen Fördergelder für diese Art der Wassererwärmung. Und wer punkto Umweltbilanz noch weiter gehen möchte, kann den Wärmepumpenboiler mit einer Photovoltaik-Anlage kombinieren – dann funktioniert das System nahezu autonom.

Beim Wärmepumpenboiler wird zum Aufwärmen des Brauchwassers die Umgebungsluft genutzt