FAQ - Wärmepumpen

Was ist eine Wärmepumpe?

Wärmepumpen können der Luft, dem Erdreich und Wasser Energie entziehen und diese auf ein höheres Energieniveau anheben.  Die so gewonnene Energie kann für die Warmwasseraufbereitung und für das Heizsystem verwendet werden. Alle Quellenmedien haben ihre Vor- und Nachteile und somit gibt es kein Allroundersystem.

Wegweiser für moderne Heizsysteme und Wohnungslüftung, S. 10-15

Wie funktioniert eine Wärmepumpe?

Eine Wärmepumpe besteht grob aus einer Pumpe und einem Expansionsventil. Mit diesen beiden Elementen und der Energie aus dem Aussenbereich wird ein Phasenübergang des Kältemittels (Flüssigkeit in der Wärmepumpe) erzwungen. Damit kann die Wärme aus dem Wärmereservoir angehoben und in das Heiz- oder Warmwassersystem gespiesen werden.

Wegweiser für moderne Heizsysteme und Wohnungslüftung, S. 10-15

Welche Vor- und Nachteile haben die Wärmepumpentypen?

Übersicht über die Vor- und Nachteile der Wärmepumpentypen:

 

Vorteile

Nachteile

Sole/Wasser-WP

Kaum hörbar

Bewilligung

 

Effizienz

Teure Bohrung

 

Immer Verfügbar

 

 

 

Vorteile

Nachteile

Wasser/Wasser-WP

Kaum hörbar

Bewilligung

 

Effizienz

Grundwassereigenschaften   (Temperatur, Volumenstrom)


 

 

Vorteile

Nachteile

Luft/Wasser-WP

Geringere Investitionskosten

Effizienz ist tiefer

 

Baubewilligung bei Ausseneinheit; akustische Vorschriften

Schallproblematik

 

Sehr gut bei hohem   Brauchwarmwasseranteil

Abtauen im Winter

 

Installationsaufwand

 


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Sind Wärmepumpen bewilligungspflichtig?

  • Sole/Wasser-Wärmepumpen: Diese sind bewilligungspflichtig und dürfen nur auf definiertem Untergrund erstellt werden. Erdsonden haben einen geschlossenen Kreislauf. Auf dem untenstehenden Link von geoportal.ch hat man eine Übersicht über die Zonen in den Kantonen St. Gallen und Appenzell.
    Es gibt auch Flachkollektoren, welche jedoch streng genommen keine Geothermie sind. Die Kollektoren werden horizontal zwischen 0.7m und 2m unter der Erde verlegt und benötigen in der Regel keine Bewilligung.
  • Wasser/Wasser-Wärmepumpen: Auch solche sind bewilligungspflichtig, da diese in Oberflächengewässer oder ins Grundwasser eingreifen.
  • Luft/Wasser-Wärmepumpen: Für Aussenanlagen muss eine Baubewilligung nach lokalem Vorschriften eingereicht werden. Die akustischen Vorschriften müssen ebenfalls berücksichtig werden.

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http://www.geoportal.ch (>Darstellen >Natur und Umwelt >Erdwärmesondenkarte)

Was kostet eine Wärmepumpe für ein Einfamilienhaus?

Dabei muss man zwischen den verschiedenen Systemen unterscheiden. Weiter muss man auch die Investitionskosten und die Betriebskosten einzeln betrachten. Eine grobe Übersicht:

 

Investitionskosten

Betriebskosten

Sole/Wasser WP

-
   Erdsondenbohrung

++

Wasser/Wasser WP

+

++

Luft/Wasser WP

++

-


Eine Sole/Wasser-Wärmepumpe für ein Einfamilienhaus befindet sich als Richtwert inklusive Erdsonde im Bereich von Fr. 47‘000.

Luft/Wasser-Wärmepumpen für Einfamilienhäuser sind als Richtwert für ca. Fr. 31'000 zu haben. Auch hier ist die bauseitige Installation grob eingerechnet. 

Richtpreise für diverse Heizsysteme